Die Logistikbranche stellt sich um: Laut einer aktuellen Umfrage des Öko-Instituts unter mehr als 200 Logistikunternehmen erwarten 77 % der Befragten, dass batterieelektrische Lkw bis 2030 im regulären Einsatz sein werden. Noch 2021 rechneten gerade einmal 5 % mit einem standardmäßigen Einsatz. Das Signal ist eindeutig – die Antriebswende im Straßengüterverkehr nimmt Fahrt auf. Gleichzeitig zeigt die Studie: Strukturelle Hemmnisse bremsen den Markthochlauf – allen voran die fehlende Ladeinfrastruktur.

Batterieelektrisch schlägt Wasserstoff
Die Ergebnisse der Studie bestätigen einen Trend, den wir bei Charge Your Truck seit Jahren in der Praxis beobachten: Batterieelektrische Antriebe setzen sich in der Wahrnehmung der Branche als zentrale Technologie für die Dekarbonisierung des Güterverkehrs durch. Während 2021 noch rund 80 % der Unternehmen Wasserstoff-Lkw eine relevante Rolle bis 2030 zuschrieben, erwartet heute weniger als die Hälfte einen breiten Einsatz dieser Technologie.
Für Speditionen und Flottenbetreiber bedeutet das: Wer heute in die Planung einsteigt, investiert in die Technologie, die sich durchsetzt.
Die Branche will – aber die Infrastruktur fehlt
Die Bereitschaft ist da: 61 % der befragten Unternehmen haben sich bereits aktiv mit der Beschaffung von E-Lkw beschäftigt. 28 % planen den konkreten Einsatz bis 2030. Gleichzeitig haben 95 % der Unternehmen noch keinen einzigen E-Lkw in der Flotte.
Was bremst den Umstieg? Die Studie identifiziert drei zentrale Hemmnisse:
- Fehlende Ladeinfrastruktur: Jedes zweite Unternehmen nennt fehlende öffentliche Ladepunkte als Hauptgrund, keine E-Lkw zu beschaffen. 83 % der Unternehmen mit eigenem Depot haben bisher nicht in Ladeinfrastruktur investiert.
- Wissenslücken zu Kosten und Fördermitteln: 61 % haben keinen systematischen Kostenvergleich zwischen E-Lkw und Diesel-Lkw durchgeführt. Weniger als ein Drittel konnte die Mautbefreiung für emissionsfreie Lkw korrekt einordnen – obwohl sie die Gesamtbetriebskosten erheblich beeinflusst.
- Unbekannte Netzkapazitäten: Zwei Drittel der Unternehmen mit eigenem Depot kennen die verfügbare Netzanschlusskapazität ihrer Standorte nicht. Mehr als die Hälfte kennt nicht einmal den Strompreis am eigenen Depot.
E-Lkw in der Logistik: Umfrage Ergebnis der Öko-Institut Studie
Parkzeiten ausreichend fürs Laden85%
Erwarten E-Lkw im Einnsatz bis 203077%
Beschäftigen sich mit E-Lkw Beschaffung61%
Fehlende Ladepunkte als Kaufhindernis50%
Planen konkreten E-Lkw Einsatz bis 203028%
Fehlende Ladeinfrastruktur:
Jedes zweite Unternehmen nennt fehlende öffentliche Ladepunkte als Hauptgrund, keine E-Lkw zu beschaffen. 83 % der Unternehmen mit eigenem Depot haben bisher nicht in Ladeinfrastruktur investiert.
Was die Studie aber auch zeigt: Die Voraussetzungen sind besser als gedacht
Die Umfrage liefert ein überraschendes Ergebnis: Nur rund 15 % der schweren Lkw haben so kurze Standzeiten, dass Laden im Betriebsalltag problematisch wäre. Bei 85 % der Fahrzeuge reichen die Parkzeiten für reguläre Batterieladungen aus.
Auch die nächtlichen Standorte sprechen eine klare Sprache: Durchschnittlich 42 % der Lkw stehen nachts im eigenen Depot, 18 % im öffentlichen Raum und 6 % in fremden Depots. Die Fahrzeuge stehen also bereits – sie laden nur noch nicht.
Besonders deutlich wird der Unterschied bei sogenannten Early Adoptern: Unternehmen mit praktischer E-Lkw-Erfahrung bewerten die Einsatzmöglichkeiten deutlich realistischer – und positiver. Vorbehalte relativieren sich durch konkrete Betriebserfahrung.
Wie Charge Your Truck die Lücke schließt
Die Studie macht deutlich: Es fehlt nicht an Bereitschaft – es fehlt an Infrastruktur. Genau hier setzen wir an. Charge Your Truck plant, baut, betreibt und vermarktet Ladeinfrastruktur für den elektrischen Schwerlastverkehr – dort, wo Lkw tatsächlich stehen.
Ladeinfrastruktur entlang realer Routen
Rund ein Drittel (32 %) der befragten Unternehmen verfügt über kein eigenes Depot. Diese Unternehmen sind auf Ladeinfrastruktur angewiesen, die von Dritten bereitgestellt wird. Gemeinsam mit Speditionen und Flottenbetreibern analysieren wir reale Routen und identifizieren die Orte, an denen Fahrzeuge im Tagesverlauf ohnehin stehen – in Pausenzeiten, über Nacht oder beim Warten auf die Rampe. Dort bauen wir reservierbare Ladehubs mit Hyperchargern bis 500+ kW auf, eingebettet in das bestehende Netzwerk von über 10.000 Stellplätzen europaweit.
Depot-Laden auf dem eigenen Betriebshof
Rund ein Viertel (24 %) der Unternehmen mit eigenem Depot plant Investitionen in Ladeinfrastruktur – aber 67 % kennen nicht einmal die Netzanschlusskapazität ihres Standorts. Wir unterstützen von der Netzplanung über die Installation bis zur Betriebsführung – skalierbar, sodass die Infrastruktur mit der Flotte mitwächst. Freie Ladekapazitäten können über unser Buchungssystem vermarktet werden und generieren zusätzliche Einnahmen.
Laden und Parken als Gesamtsystem
85 % der Lkw haben ausreichend Parkzeit zum Laden. Wir denken Ladeinfrastruktur deshalb nie isoliert, sondern immer in Kombination mit Parkflächen, Sicherheit und Fahrerkomfort – abgestimmt auf Pausenzeiten, Lenkzeiten und reale Betriebsabläufe.
Flexible Modelle – von der schlüsselfertigen Lösung bis zum Rundum-Betrieb
83 % der Unternehmen haben bisher nicht in Ladeinfrastruktur investiert. Ob als Solution Provider, Charge Point Operator oder Vermittler und Vermarkter: Wir passen uns dem Bedarf an – und übernehmen auf Wunsch den gesamten Prozess von der Flächenakquise bis zur Vermarktung freier Ladeplätze. Ohne dass das Unternehmen selbst zum Infrastrukturbetreiber werden muss.
Jetzt ist der richtige Zeitpunkt
Die Studie des Öko-Instituts macht deutlich: Die Branche ist bereit für den Umstieg – aber sie braucht die passende Infrastruktur, um ihn auch umzusetzen. Wer heute die Weichen stellt, sichert sich operative Vorteile, profitiert von regulatorischen Anreizen wie der Mautbefreiung und baut frühzeitig die Erfahrung auf, die den Unterschied macht.
Sie planen den Einstieg in die E-Lkw-Logistik oder wollen Ihre Flächen für Ladeinfrastruktur nutzen? Sprechen Sie mit uns!
Wir finden gemeinsam die passende Lösung.
Quelle: Studie des Öko-Institut e.V. (2026): „Akzeptanz von E-Lkw in der Logistikbranche“









